Besonderheiten der Prangerschützen in Ebenau

Wurde früher zur Ehre Gottes geschossen, werden heute auch „Persönlichkeiten angeschossen“. Dies stellt einen besonderen Brauch in Ebenau dar. Wenn die Ebenauer Bevölkerung nach den Prangtag gemeinsam beisammen sitzt, kann es jeden, der z. B. eine Hochzeit, einen runden Geburtstag oder eine Auszeichnung feierte, treffen, dass der Schützenhauptmann mit gezogenen Säbel vor den Jubilar tritt und mit dem Spruch, „Soist lebn, dass ma uns nechsts Johr a wieda gsund seng“, ein Lauffeuer eröffnet, um zu diesem besonderen Ereignis zu gratulieren.

Trotz der langen Tradition der Prangerschützen in Ebenau und der intensiven Ausübung über Jahrhunderte dürfen sich die Prangerschützen über eine geringe Unfallbilanz erfreuen.

Das Ebenauer Prangerschützenlied

Das spezielle Lied der Ebenauer Prangerschützen wurde von Ottheinrich Zenker 1977 verfasst. Sowohl Text als auch die Melodie stammen von dem großen Verehrer der Prangerschützen.
1.Strophe:
Wo bei Rauch und Funkenflug einst der Schmid die
Rohre schlug, wo des Bischofs Hammerwerk unterm
hohen Ochsenberg einst am Schwarzaubache stand,
da ist unser Heimatland.
Refrain:
Lederranzen, grünes Band, rote Weste, sichre Hand.
Adlerflaum am schwarzen Hut und ein ruhig Blut.
||:Mia sand de Prangerschützen aus Ebenau.
Hoch lebe Salzburgs schönster Gau! :||
2.Strophe:
Für den heil‘gen Florian zünden wir das Pulver an, dass
mit jedem lauten Schuss ein Gebet zum Himmel muss.
Niemals störe Missgeschick unsern Frieden unser
Glück!
Refrain: Lederranzen, grünes Band, …
3.Strophe:
Pulverdampf und Pulverknall und der Berge Widerhall.
Prangerschützen schießen gut. Weit ins Land schallt
ihr Salut. Gott zur Ehr, Gott zum Dank halten wir die
Stutzen blank.
Refrain: Lederranzen, grünes Band, …